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Die Jagd ist ein unverzichtbarer Teil des Naturschutz. Heimische Tierarten jeglicher Art müssen durch die besonnene Hege des Menschen im Gleichgewicht gehalten werden, da natürliche Regulatoren in der Regel nicht mehr vorkommen. So ähnlich wird die Tradition des Jagens Seitens des 'ehrenvollen' Nimrod begründet, doch stellt sich die Frage durch welche Faktoren es zu einem Ungleichgewicht in der Natur kommt und weshalb plötzlich die Selbstregulierung, welche schon immer funktionierte, auf einmal nicht mehr möglich ist.

Die letzten großen Beutegreifer in Deutschland wurden durch unnachgiebige Bejagung fast vollständig vernichtet. Der Luchs wurde ungefähr um 1850 ausgerottet, der Wolf 1900. Eine Wiederansiedlung wird von den Jägern bisher, gelinde gesagt, skeptisch betrachtet, da sie in direkter Konkurrenz zueinander stehen. So widersinnig die Vorstellung auch sein mag, der Beutegreifer selektiert den Tierbestand nach ökologischen Gesichtpunkten und steht angeblich trotzdem im Wettbewerb mit dem jagenden Mensch, der fast ausschließlich nach ökonomischen Gesichtspunkten den Abschussplan erstellt.


Zwar wird unaufhörlich darauf hingewiesen nur alte und kranke Tiere zu erschießen, doch die Wohnzimmer der jagenden Gesellschaft zeichnen ein anderes Bild, abgesehen davon dass nicht wenige sich einen 'gesunden' Braten aus dem Wald holen. Dort liegt auch der eigentliche Knackpunkt, der Wald wird, wie jede andere Ressource, als wirtschaftlicher Raum gesehen, den es zu nutzen gilt.

Anders ist es auch nicht zu erklären, dass in der Winterzeit, trotz gesetzlichem Verbot, Wildtiere mit Rüben, Mais, Abfällen, Kastanien, Eicheln oder speziellem Futter durchgebracht werden, sodass es keine natürliche Auslese mehr gibt. Kirrung [Koernung] dient eigentlich dazu, Wild mit dem Ziel der Erlegung anzulocken. Tierrechtlich ist das natürlich nicht zu diskutieren, aber selbst diese gesetzliche Zusage wird illegal ausgeweitet, da das zuständige Kontrollorgan [Jagdbeirat] selbstredend zur jagenden Gesellschaft gehören.

Sind Jäger uneigennützige Demokraten, die den gesetzlichen Auftrag, Wildschäden so gering wie möglich zu halten, gewährleisten? Stutzig kann man werden, wenn man betrachtet wie viel Geld dieses Hobby einbringt, ob nun durch die Verpachtung von Gebieten, Abschussprämien, Abschussverkäufe von einzelnen Tieren, Unterverpachtung, Ausbildung, Waffen, Bücher, Bekleidung, Zubehör usw..



Was bedeutet jedoch die Bejagung für das einzelne Tier & die Population?

Füchse sind das erklärte Feindbild, sie übertragen [angeblich] die Tollwut und den Fuchsbandwurm. Je intensiver das Nachstellen, desto höher die Geburtenrate und die Revierwanderung, was zu einer eventuellen Verbreitung der Krankheitserreger führt.

Schalenwild [Rotwild, Damwild, Rehwild] werden für Verbissschäden an jungen Bäumen im Wald verantwortlich gemacht. Je intensiver das Nachstellen, desto ängstlicher werden die eigentlichen Waldrandtiere, ziehen sich tiefer in den Wald zurück und suchen dort nach Nahrung, was zu verstärktem Verbiss führt. Schwarzwild [Wildschweine], verursachen einen vermeintlichen Schaden in den landwirtschaftlichen Nutzbereichen. Diese lassen sich dadurch eindämmen, indem keine Mästung der Tiere stattfindet, doch das wäre kontraproduktiv den Interessen der Jäger gegenüber.

Die psychische Belastung für die Tiere ist erdrückend, wenn Mitglieder eines Verbundes erschossen werden, sie sich selbst angeschossen in 'Sicherheit' bringen können, Familienangehörige verlieren oder durch wiederholtes bejagen verängstigt werden und ihre genetischen Verhaltensweisen unterdrücken müssen.

Obwohl eine weitere, künstliche, Steigerung der Tierbestände ökologischer Unsinn wäre, werden spezielle für die Jagd Fasane, Wildschweine, Schalenwild und andere Tiere gezüchtet. Auch diese Zucht und die Aussetzung widersprechen den offiziellen Hegerichtlinien.

Die Fallenjagd, noch immer in der 'zivilisierten Welt' ausgeübt, unterscheidet in der Opferwahl nicht zwischen der anvisierten Beute und zufällig in die Metall-, Schling- oder Netzfallen geratene Tiere. Der Kampf mit dem Tod dauert entweder stundenlang oder die Verletzten beißen sich die Gliedmaßen ab, was entweder zum Hungertod oder zum Tod durch Verblutung führt.

Welches andere Ziel wird mit der Fallenjagd verfolgt, als die Freude auf eine Trophäe? “Eine Trophäe ist ein Objekt, das als Zeichen des Triumphes über eine Person, eine Sache oder etwa eine Bedrohung dient.“ [Wikipedia]

Wie die eigentliche Beziehung zum bejagten Tier aussieht und wie viel Angst davor besteht der Bevölkerung bewusst werden zu lassen, welch mörderisches Spiel in den deutschen Wäldern getrieben wird, verrät der Waidmann durch seine Sprache. Sie ist nicht nur abstrakt, durch die Verniedlichung auch bis in die letzte Silbe verroht und versachlicht tierliche Wesen.

Hier einige Beispiele der Waidmannsprache:
abfedern = töten von Flugwild
abstreifen = enthäuten von Hasen
abwürgen = tot beißen von Wild durch Jagdhunde
anbleien = anschießen
Fangschuss = aufgesetzter Todesschuss
reif = erlegbares Wild
Waidblatt = großes Messer
Wundbett = Sterbeplatz

Die Jagd als Hobby und Passion ist nichts anderes als der Wunsch Andere zu unterdrücken, nachzustellen und zu erlegen.
Die Jagd ist und war nicht zeitgemäß!
Die Jagd verletzt tierliche Rechte auf Unversehrtheit und das Recht auf Schutz vor unnötigen Schmerzen.
Die Jagd ist ein Privileg der besitzenden Klasse.
Die Jagd gehört ausnahmslos verboten!


Text: © Bannion

Literaturnachweis: Dag Frommhold: 'Das Antijagdbuch' - Von der ökologischen und ethischen Realität des edlen Waidwerks, 258 Seiten. Hirthammer-Verlag, München, 1994
Weitere Literatur auf Anfrage

Bildmaterial: mit freundlicher Genehmigung durch unser Mitglied Preggel



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